Pantanal

Natur Pur

Nach unserem Kurzaufenthalt in der Metropole Sao Paulo ging unsere Reise bereits wieder weiter nach Cuiaba. Wir mussten um 3 Uhr morgens aufstehen um unser Flug zu bekommen, aber alles hat gut geklappt und wir kamen pünktlich in Cuiaba an und wurden von einem Taxi Fahrer den wir vorab mit dem Lodge-Besitzer abgestimmt hatten abgeholt. Vom Flughafen aus ging die Fahrt nach Süden zum Pantanal Gebiet weiter mit einem Zwischenhalt in Pocone, dort haben wir im Supermarkt ein wenig eingekauft. Pocone ist die letzte Stadt im Norden des Pantanal-Gebiets, von hier aus fängt die 145km lange unbefestigte Transpantaneira Straße an und führt Richtung Süden bis nach Porto Jofre. Das Pantanal Gebiet ist ein riesiger Feuchtbiotop das fast so groß ist wie die alten Bundesländer. Das Areal liegt größtenteils in Brasilien, aber auch in Bolivien und Paraguay. Flora und Fauna ist hier sehr vielfältig, unter anderem existieren hier über 600 Vogelarten, über 100 Säugetiere, über 200 Fischarten, unzählige Reptilien, Amphibien und Insekten. Und genau deswegen sind wir hier, um möglichst viele Tiere in der Wildnis zu sehen :-)

 

Momentan ist hier Regenzeit, nicht gerade die optimale Bedingung, aber wir sind jetzt gerade in Südamerika und wollten uns nicht entgehen lassen diese herrliche Naturlandschaft uns anzuschauen. Bereits auf dem Weg von Pocone zu unserem Lodge Pousa Alegre hatten wir unzählige Tiere gesehen, unter anderem Capybaras, Rehe, Kaimane und viele Vogelarten. Als wir in unserem Lodge ankamen, hat Luiz uns empfangen, er ist der Hausherr und auch zugleich unser täglicher Tour-Führer. Sein Grundstück hat die Fläche von ca. 7000 ha, früher betrieb sein Vater hier Viehzucht mit fast 5000 Kühen zu Höchstzeiten. Von der Hauptstraße wo sein Grundstückseingang sich befindet fährt man noch fast 7km bis zu dem Lodge, unvorstellbar groß für europäische Verhältnisse. Auf der Lodge waren wir die einzigen Gäste, momentan ist Nebensaison und fast kein Tourist besucht hier die Gegend. Wir hatten hier auf der Lodge eine Gute Verpflegung, Frühstück, Mittag- und Abendessen waren im Preis inbegriffen und das essen hat uns sehr gut geschmeckt. Das Wetter war hier abwechslungsreich, mal regnet es nur kurz, mal ein paar Stunden und wir hatten auch ein paar Tage super Wetter ohne Regen. Unsere Aktivitäten hier waren Wanderungen, Spaziergänge, Ausritte mit den Hauspferden, Paddelboot-Tour und Nachtsafari mit dem Auto. Die Ausritte mit den Pferden durch die tiefen Sumpflandschaften waren schon etwas Besonderes, das kannten wir so auch noch nicht. Wir hatten auch ein Tagesausflug unternommen um nach Süden bis nach Porto Jofre zu fahren, ans Ende des Transpantaneira Straße. Leider mussten wir auf der Hälfte der Stecke umkehren da eine Brücke eingestürzt war und die Brücke nicht passierbar war. Die Bauarbeiter brauchten noch ein bis zwei Tage um sie wieder befahrbar zu machen.

 

Wir hatten hier sehr viele Tiere gesehen, die Bilder findet ihr ja unter der Rubrik Dennis Tierwelt. Leider war es nicht immer möglich ein Foto zu schießen, viele Tiere fliehen bereits wenn sie etwas hören und nachts Fotos von beweglichen Motiven in der Ferne zu schießen ist fast unmöglich. Aber ihr seht ja dann selbst bei den Bildern. Während unsere Nachtsafaris hatten wir auch Ameisenbären, Waschbären, Füchse, Hasen, usw. gesichtet, aber ich konnte leider keine Bilder machen.

 

Uns hat der Aufenthalt hier sehr gut gefallen, einzig die unzähligen Moskitos waren nervig, aber mit langen Klamotten und Moskitonetzen war das Problem dann auch halb so wild.

 

Für uns war Pantanal auch schon die letzte Station in Brasilien, wir werden unsere Reise weiterführen nach Peru, und zwar erst einmal in die Hauptstadt Lima. Wir werden dann wie gehabt von dort aus berichten.